Online Lehrmodule Pedologie
PEMO ist ein Projekt der Universitäten Freiburg und Heidelberg, für die Entwicklung von Lehr-/ Lernmodulen zur Bodenkunde und Bodengeographie.
PEMO wird im Rahmen des Programms "Neue Programmlinie Modularisierung" vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Koordiniert wird der Verbund vom Institut für Physische Geographie der Universität Freiburg.
Beteiligte Institutionen
Institut für Physische Geographie | Institut für Bodenkunde und Waldernährungslehre | Geographisches Institut |
Konzeption
Konzeptionell baut sich das Projekt PEMO als ein gemeinsamer Baum auf. Die Wurzeln des Projektes fußen in den Projekten WEBGEOund Forstökologie Online. Diese decken schon jetzt erhebliche Bereiche der Grundausbildung der Physischen Geographie und der Forstökologie ab. In PEMO werden gemeinsam multimediale, webbasierte Lehr-/Lernmodule, die Früchte des Baumes, zur Bodenkunde und Bodengeographie entwickelt. Diese werden als Hilfen im Grundstudium der Geographie und der Forstwissenschaft sowie in weiteren umweltrelevanten Studiengängen angeboten. Ausserdem können Sie von Lehrern und Schülern der gymnasialen Oberstufe genutzt werden.
Die Lerneinheiten zeichnen sich durch anschauliche Grafiken und Animationen aus. Zahlreiche Übungen und Tests helfen den Lernenden sich Wissen anzueignen und ihre Kenntnisse zu überprüfen. Interaktive Lernmöglichkeiten sollen zudem den Einstieg in die grundlegenden Prozesse der Bodenkunde erleichtern. Darüber hinaus werden Medienkompetenz, verschiedene Formen der Kommunikation (Arbeitsgruppen, Foren, Chat) und der Kooperation (mit Dozenten und anderen Studierenden) trainiert.
Teilbereiche
| TB A: Geologische und geomorphologische Grundlagen der Bodenbildung |
TB B: Chemische, physikalische und biologische bodenbildende Prozesse und ihr Zusammenwirken | |
| TB C: Zeitabläufe, regionale und globale Differenzierung der Bodenbildung |
Mitarbeiter
Geographisches Institut | Institut für Bodenkunde und Waldernährungslehre | Institut für Physische Geographie |
|---|---|---|
Susanne Bühn | Prof. Dr. E. Ernst Hildebrand | Prof. Dr. Rainer Glawion |
Lernmodule
| Lange und kurze Zeiträume | Info | Wiki | (m_300) |
| Zeitspannen der Erdgeschichte | Info | Wiki | (m_301) |
| Methoden der Altersbestimmung | Info | Wiki | (m_302) |
| Böden und Zeit | Info | Wiki | (m_303) |
| Bodengenerator | Info | Wiki | (p_099) |
| Bodenkohlenstoff / C-Kreislauf | Info | Wiki | (m_200) |
| Terrestrische Humusformen | Info | Wiki | (m_204) |
Innovationen
Die Lernmodule sind in ihrer Innenstruktur streng modular aufgebaut. Das didaktische Konzept von PEMO zielt auf selbstgesteuertes, entdeckendes Lernen ab. Der Schwerpunkt wird dabei auf die schwer vermittelbaren, lehrresistenten Stoffe gelegt. Zur Vermittlung dieser Grundlagen werden zahlreiche interaktive Elemente eingesetzt. Die einzelnen Lernmodule weisen alle einen charakteristischen, für die Studierenden leicht nachvollziehbaren Aufbau in Startseite, Inhaltsseiten und Schlussseite auf. Zusätzlich werden Tests und Übungen integriert, die der Rückmeldung über den individuellen Wissensstand und dem Training bestimmter Kenntnisse dienen.
Die einzelnen Lerneinheiten lassen sich zu komplexen Wissensstrukturen anordnen und können unter freier Navigation oder auf Wunsch über eine Guided Tour bearbeitet werden.
Die nachstehenden Beispiele verdeutlichen einige innovative Elemente der PEMO-Module:
| PEMO setzt auf eine aktive Wissensaneignung in Übungen. In diesemBeispiel zum Erdzeitalter wurden in das komplexe Informationstool verschiedene Übungen integriert. |
Wie lange sind eigentlich 2,8 Mrd. Jahre? Zeitspannen dieser Größenordnung sind schwer zu erfassen. PEMO hat daher das Modell 1 Jahr = 1 mm zur Hilfe genommen. Mit dessen Hilfe kann man auf einem "aufgerollten Band" in die Vergangenheitreisen. |
|
| Studierende können in PEMO mit Hilfe eines Bodengenerators die Vielfalt der Bodentypen Deutschlands erforschen. Durch variieren der bodenbildenden Faktoren lassen sich typische Bodentypen erzeugen. |
Die schrittweise Aneignung von Wissen - wie hier am Beispiel der Chronosequenz - ist ein zentraler Aspekt von PEMO. Studierende haben uns bestätigt, dass die Inhalte für sie so leichter nachvollziehbar und im eigenen Tempo lernbar sind. |
|
| Die Visualisierung ist ein wichtiges Element von PEMO. Zahlreiche Fotos führen zum besseren Verständnis der Lerninhalte. In dem Beispiel zur Zusammensetzung der organischen Substanz kann einer virtuellen Grabung im Humus gefolgt werden. |
Der gezielte Einsatz interaktiver Elementeführt bei den Studierenden zu einem aktiven Lernprozess. |
|
| Den Studierenden wird in PEMO zur Lösung der anspuchsvolleren Übungsaufgaben häufig eine optionale Hilfe angeboten. In der Übung "Junge Böden - alte Böden"wird ein zweistufiges Tippsystem verwendet. |
Nachhaltigkeit
Die in PEMO entwickelten Module werden zukünftig über das WEBGEO-Portal veröffentlicht. Dieses Portal wird auch nach Ende der Projektlaufzeit durch dasNetzwerk-WEBGEO weitergeführt. So kann gewährleistetet werden, dass die internetbasierten Lehr- und Lernmaterial auch langfristig einem breiten Nutzerkreis kostenlos zur Verfügung gestellt werden können.
Die Module sind zudem bereits fester Bestandteil von Lehrveranstaltungen. Im Sommersemester 2004 kamen sie in dem bodenkundlichen Kernblock "Erdgeschichte, Geomorphologie und Böden" und in dem Seminar "e-Learning in der Geographie" zum Einsatz.
Neben der Nutzung in zahlreichen Studiengängen (Forstwissenschaft, Geographie, Hydrologie, Geobotanik, Agrarwissenschaften, etc.) im deutschsprachigen Raum, ist das Multimediapaket so konzipiert, dass es auch an außeruniversitären pädagogischen Einrichtungen (Erwachsenenbildung, Schulgeografie- und ? biologie) eingesetzt werden kann.
Das multimediale Angebot soll auch nach Ende der Projektlaufzeit um weitere bodenkundliche Inhalte ergänzt und hinsichtlich der Studienreform bei vorhandenen finanziellen Möglichkeiten in eine englische Version übersetzt werden.
Aus dem Bereich der Schulen besteht derzeit eine erhebliche Nachfrage an den e-Learning Modulen. Daher sollen diese auch weiterhin frei zugänglich sein und nach Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Verlagen, um Zusatzangebote für Lehrer ergänzt werden.










